Nr. 3 / 2013

Sehr geehrte Damen und Herren
der Monat April ist bekannt für seine interessanten Wechselspiele.
Variantenreich - von einer 'romanistisch-literarischen Reise zu Inselwelten' anlässlich des "Welttags des Buches" bis zur mahnenden Erinnerung an die Bücherverbrennung 1933 mit der Ausstellung "Verbrannte Dichter" - ist auch die Palette der Literaturveranstaltungen, die wir Ihnen vorstellen möchten.

Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind!

Ihr Literaturbüro Westniedersachsen
Beatrice le Coutre-Bick
Geschäftsführung und Programmleitung
Angelika Pues-Panagiotakis
Sekretariat

Veranstaltungen

Montag, 8. April, 19.30 Uhr
Renaissancesaal Ledenhof, Am Ledenhof 3 - 5

Aesop - Fabeln

Die Fabel gehört zu den frühesten literarischen Äußerungen der Menschheit. Bis heute ist sie mit ihren Lebensweisheiten ein wichtiger Teil unserer Kultur und erfreut in den verschiedensten Bearbeitungen kleine und große Leserinnen und Leser. Im Rahmenprogramm zur Ausstellung „Aesop – Leben und Fabeln“ in der Stadtbibliothek am Markt lädt das Literaturbüro Westniedersachsen zu einem Aesop-Abend ein. Hiltrud Unger und Dr. Jürgen Schwarz, Osnabrück, stellen die von Dr. Schwarz in Gedichte gefassten Aesop-Fabeln vor. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von Heide Specht, Querflöte.
Eintritt: 5.- €, telefonische Kartenreservierung: Literaturbüro 0541 / 202 79 08

 

Mittwoch, 24. April, 20 Uhr
Renaissancesaal Ledenhof, Am Ledenhof 3 - 5

Sant Jordi – Welttag des Buches
Eine Reise durch romanistische Inselwelten

Un día habrá una isla
que no sea silencio amordazado.
Que me entierren en ella,
donde mi libertad dé sus rumores
a todos los que pisan sus orillas.
Pedro García Cabrera

Am 23. April wird der internationale Tag des Buches gefeiert. Er geht zurück auf den katalanischen Feiertag des Heiligen Georg (Sant Jordi), an dem es bis heute Tradition ist, einer geliebten Person eine Rose und ein Buch zu schenken. Seit 1930 wird dieses Datum in ganz Spanien als „Dia del libro“ begangen. Ein denkwürdiges Ereignis, markiert der 23. April doch den Todestag von so weltberühmten Schriftstellern wie Miguel de Cervantes, William Shakespeare, Garcilaso de la Vega (el Inca) und des katalanischen Schriftstellers Josep Pla. An diesem Tag verleiht der König den höchsten Literaturpreis Spaniens: den Premio Cervantes.
1993 hat die Europäische Gemeinschaft diese Tradition aufgegriffen und den 23. April zum „Europäischen Tag des Buches“ erklärt; 1995 wurde er schließlich von der UNESCO zum „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ erhoben.
Studierende, Dozentinnen und Dozenten der Universität Osnabrück feiern zusammen mit dem Literaturbüro Westniedersachsen, den Altstädter Bücherstuben sowie anderen örtlichen Kulturschaffenden diesen besonderen Tag am 24. April mit einer literarischen Reise durch romanistische Inselwelten. Die Lesungen aus Lyrik und Prosa der Romania werden von Beiträgen aus Musik, Theater, Foto und Malerei begleitet.
Der Eintritt ist frei.

 

Donnerstag, 25. April, 18.30 Uhr 
Stadtbibliothek Osnabrück, Markt 1

 „Verbrannte Dichter“ - Autorenportraits von Joachim Smarsly

Seine Begeisterung für Literatur und seine Wertschätzung der künstlerischen Freiheit motivierten den Künstler Joachim Smarsly, geboren 1951 und aufgewachsen in Münster, zu seiner Bilderreihe „Dichter-Portraits“.
Der gelernte Schriftsetzer mit eigener Galerie und Kunstwerkstatt in Nordfriesland erinnert mit der Portraitauswahl „Verbrannte Dichter“ 80 Jahre nach der öffentlichen Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten daran, wie viele Schriftsteller auf diese Weise systematisch mundtot gemacht wurden.
Neben bekannten Schriftstellern wie Bert Brecht, Kurt Tucholsky oder Franz Kafka erinnert die Ausstellung bewusst auch an weniger prominente Autorinnen und Autoren.
Die Eröffnung der durch das Literaturbüro Westniedersachsen in Kooperation mit der Stadtbibliothek und dem Theater Osnabrück präsentierten Ausstellung wird durch ein literarisch-musikalisches Programm des Liedermachers Günter Gall sowie einer Lesung des Schauspielers Klaus Fischer vom Theater Osnabrück ergänzt.
Die Ausstellung kann vom 25. April bis zum 8. Juni Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr und Samstag von 10 bis 15 Uhr in der Stadtbibliothek Osnabrück, Markt 1, besucht werden. Der Eintritt ist frei.

 

Freitag, 26. April, 19.30 Uhr
Gemeindesaal St. Katharinen, An der Katharinenkirche 8

Die Weise von Liebe und Tod
Ballade von Rainer Maria Rilke in der Vertonung von Viktor Ullman

Im Jahr 1912 veröffentlichte Rainer Maria Rilke die „Weise von Liebe und Tod“ als ersten Band der neu gegründeten Insel-Bücherei. Das Werk wurde sofort ein riesiger Erfolg und erwarb in beiden Weltkriegen den Rang eines Kultbuches. Es geht darin um die zeitlos-universelle Tragik eines frühen sinnlosen Todes, schwankend zwischen Glorifizierung, überzogener Ehre, Verlust und Traurigkeit.
Viktor Ullmanns „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ entstand in seinen letzten Lebensmonaten im Konzentrationslager Theresienstadt kurz vor dem Abtransport nach Auschwitz, wo der jüdische Komponist im Oktober des Jahres 1944 ermordet wurde. Das Werk gilt als einer der bedeutendsten Beiträge zur Kunstform des Melodrams. Viktor Ullmann hat es selbst noch mehrfach in Theresienstadt aufgeführt. Das mit dem Echo Klassik 2002 ausgezeichnete „duo pianoworte“ – Bernd-Christian Schulze und Helmut Thiele – interpretiert das Melodram für Sprecher und Klavier.
Veranstalter: Literaturbüro Westniedersachsen in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Osnabrück e. V. und der Alfred-Gong-Gesellschaft e.V.
Eintritt: 10.- € / 8.- €, Kartenreservierung: Literaturbüro Westniedersachsen,
Tel.: 0541 / 202 79 08

 

Literaturbüro Westniedersachsen

Am Ledenhof 3 - 5
49074 Osnabrück
Tel.: 0541 / 2 86 92
Fax: 0541 / 3 23 - 43 33