Nr.4 / 2015

Sehr geehrte Damen und Herren,

einen bunten Herbststrauß mit Literaturveranstaltungen unterschiedlichster Couleur, von der Begegnung mit aktueller internationaler Kultur bis zu einem ganz anderen Erich Kästner-Abend, möchten wir Ihnen mit diesem Newsletter überreichen – aber schauen Sie selbst!

Wir freuen uns auf Sie.

Ihre
Beatrice le Coutre-Bick
Geschäftsführung und Programmleitung

Angelika Pues-Panagiotakis
Sekretariat 

Veranstaltungen

Dienstag, den 13. Oktober, 17.30 Uhr, Stadtbibliothek Osnabrück, Markt 1

Kalligrafie-Ausstellung bis 7. November 2015
Jiddarija


Im Rahmen des Osnabrücker Friedenstags wird am Dienstag, den 13. Oktober um 17.30 Uhr eine Kalligrafie-Ausstellung mit Arbeiten von Heidi Niehaus (geboren 1952 in Franken) und Yasser Saymeh (geboren 1958 in Palästina) mit einem Einführungsvortrag eröffnet.
Die Ausstellung wird bis zum 7. November gezeigt.
Die Kalligrafien entstanden zwischen 2011 und 2013 in Palästina und fußen auf dem Gedichtband „Jiddarija“ von Mahmoud Darwish, dem Erich-Maria-Remarque-Friedenspreisträger im Jahr 2003. Übersetzt bedeutet „Jiddarija“ so viel wie Wandmalerei. Man findet aber auch viele andere Assoziationen im Poem, zum Beispiel „Mauern in unseren Köpfen“.
Nach dem Erwachen aus einem langen Koma schrieb Darwish das Gedicht, das von seiner kulturellen Prägung und seiner lebenslangen aktiven Auseinandersetzung mit der Vielfalt anderer Kulturen zeugt.
Freie westliche und arabisch traditionelle Kalligrafie begegnen sich auf Augenhöhe und reflektieren die unvergleichliche Poesie des bekannten und wichtigen palästinensischen Dichters Mahmoud Darwish.

Veranstalter: Büro für Friedenskultur, Literaturbüro Westniedersachsen und Stadtbibliothek Osnabrück.

Informationen. Büro für Friedenskultur; Tel. 0541 / 323-3210

Eintritt: frei 

 

 

Samstag, den 24. Oktober, 10 bis 18 Uhr, Stadtbibliothek Osnabrück, Markt 1, 2. Etage

Schreibwerkstatt
Blühende Wörter und sprechende Gärten

Am 24. Oktober lädt das Literaturbüro Westniedersachsen dazu ein, in der Stadtbibliothek Osnabrück mit Geschichten-Gärtner Jörg Ehrnsberger eigene Kurzgeschichten zum Thema Garten zu entwickeln. Unter fachkundiger Anleitung werden so aus ersten zarten Ideen-Pflanzen ganz rasch ausgewachsene Geschichten: Ideen säen, sie gründlich wässern und so zum Keimen bringen. Die Geschichten werden nach der Werkstatt vom Team Dr. Thorsten Stegemann und Jörg Ehrnsberger lektoriert und dann (nach Absprache mit den Verfassern) in der Stadtbibliothek als „Geschichts-Samen“ ausgelegt, um Besucher der Bibliothek zu weiteren Geschichten zu inspirieren. Offen ist der Workshop für alle Naturliebhaber, Gartenfreunde, Botaniker, Kleingärtner und "urban-gardener", die schon immer mal ihre eigene Kurzgeschichte unter fachkundiger Anleitung schreiben wollten, um so ihre Begeisterung für Gärten und Natur zu teilen.

Veranstalter: Literaturbüro Westniedersachsen, ‚scribitur’-Schreibwerkstätten und Stadtbibliothek Osnabrück

Anmeldungen und Information: ehrnsberger@literaturwegen.de

Unkostenbeitrag: 20 € (bitte vor Ort zahlen)

 


Dienstag, 3. November, 18.30 Uhr, Renaissancesaal Ledenhof, Am Ledenhof 3 - 5

Literaturfestival „Latinale 2015“
Lesung mit Luis Chaves (Costa Rica)
und Judith Santopietro (Mexiko)

Auf Einladung des Literaturbüros Westniedersachsen stellen die beiden lateinamerikanischen Autoren Luis Chaves (Costa Rica) und Judith Santopietro (Mexiko) ihr Werk vor. Der 1969 in San José, Costa Rica, geborene Lyriker und Übersetzer Luis Chaves gilt als die wichtigste Stimme der Gegenwartsliteratur Costa Ricas. Er setzt ganz eigene Maßstäbe, da er Genregrenzen bewusst ignoriert und Lyrik und Prosa bei ihm in immer neuen Kombinationen erfrischende Allianzen eingehen. Luis Chaves Werk wurde mit mehreren lateinamerikanischen Literaturpreisen ausgezeichnet.

Judith Santopietro wurde 1983 in Córdoba, Mexiko, geboren. Ihre Werke finden sich u. a. in zahlreichen internationalen Zeitschriften und Anthologien. Spezielle Erwähnung erhielt sie beim nationalen Poesiepreis ”Tuxtepec-Río Papaloapan” in Oaxaca. Sie bekam den zweiten Preis beim 4. Nationalen Poesiewettbewerb “Lázara Meldiú” in Veracruz. Sie war Finalistin der Rolex Awards for Enterprise.

Moderation: Rike Bolte, Universität Osnabrück.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Westniedersachsen im Rahmen des lateinamerikanischen Literaturfestivals „Latinale“, Berlin, in Kooperation mit dem Fachbereich Romanistik/Latinistik der Universität Osnabrück

Informationen: Literaturbüro Westniedersachsen, Tel. 0541 / 28692

Eintritt: frei
(Copyright des Bildes: Carsten Meltendorf)

 

 


Freitag, den 6. November bis Samstag, den 7. November

Literatur- und Musiktage Bad Essen

Vergnügen pur auf hohem Niveau, das versprechen die Literatur- und Musiktage Bad Essen auch in diesem Jahr.
Los geht es im Schafstall Bad Essen am Freitag, den 6. November um 19 Uhr mit einem Empfang für alle und Kostproben aus den Eintöpfen der Bad Essener Eintopf- und Suppentage.



Freitag, den 6. November, 20 Uhr, Im „Schafstall“ Bad Essen, Bergstr. 31

Lesung und Musik mit Jule Vollmer und Elmar Dissinger
Ohne Krimi geht die Mimi ...

Ein mitreißendes Krimi-Programm mit skurrilen Begegnungen und makabren Überraschungen.
Der Abend gibt einen Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele und ist mit einer guten Portion schwarzem Humor gewürzt. Dabei macht der Wechsel zwischen „kriminellen“ Geschichten und Musik den besonderen Reiz des Programms aus.

Jule Vollmer ist Schauspielerin, Sängerin, Rezitatorin. Sie arbeitet unter anderem als Sprecherin für den WDR, NDR, Arte, BBC.
Elmar Dissinger ist klassischer Pianist, komponiert aber auch Film- und Theatermusiken.


Samstag, den 7. November, 14 Uhr, Im "Schafstall" Bad Essen, Bergstr. 31

Krokodil-Theater, Tecklenburg
Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat

Eine Geschichte mit viel Witz und Charme nach dem berühmten Kinderbuch von Wolf Erlbruch. Das Krokodil-Theater hat eine mitreißende Umsetzung für die Bühne geschaffen, mit wunderbaren Figuren, voller Überraschungen und eigens komponierter Musik.
Für Menschen ab 4 Jahren.


Samstag, den 7. November, 20 Uhr, Im "Schafstall" Bad Essen, Bergstr. 31

Krimineller Abend mit „Dirty Harry“ und Musik

Schräg-kriminelle Short Stories, präsentiert von dem Schauspieler Roland Jankowsky (“Wilsberg“), begleitet von „krimineller“ Musik mit dem Pianisten Matthias Ventker.
In der beliebten ZDF-Krimiserie „Wilsberg“ tritt Roland Jankowsky als der etwas schräge Kommissar Overbeck in so manches Fettnäpfchen. Dass er dabei auch manches Mal ungezügelt und am Rande der Legalität agiert, hat ihm den Beinamen „Dirty Harry von Münster“ eingebracht. Roland Jankowsky verfügt über viele Talente. Ob als Schauspieler im Theater oder im Fernsehen, als Sänger und Hörbuchsprecher – sein komödiantisches Potential ist sein unverkennbares Markenzeichen.

Für die Lesung im Rahmen der Literatur- und Musiktage wechselt Jankowsky alias Kommissar Overbeck die Seiten. In den gelesenen Short Stories geht es um Killer und die vielfältigen Tücken, denen sich dieser Berufsstand stellen muss. Nicht jede Kugel, die trifft, trifft auch den Richtigen.
Der Kölner Schauspieler ist ein exzellenter Vorleser und seine Lesekunst verspricht allerbeste Unterhaltung.
Der Abend beginnt mit dem jungen Matthias Ventker, der örtlichen „Geheimwaffe“ am Klavier, und von ihm interpretierten Krimi-Klassikern – ein Vergnügen der besonderen Art.

Veranstalter: Gemeinde Bad Essen, Literaturbüro Westniedersachsen, Kur- und Verkehrsverein Bad Essen, Kunst- und Museumskreis Bad Essen, mit freundlicher Unterstützung der OLB und der Wiehen-Buchhandlung

Kartenreservierung: Tourist-Info Bad Essen, Tel. 05472 / 94920

Abendveranstaltungen: Vorverkauf 13 € / ermäßigt 11 €, Abendkasse 15 € / ermäßigt 13 €
Kinderveranstaltung: Vorverkauf 4 € / Kasse 5 €

 

 

Dienstag, den 10. November, 18.30 Uhr, Renaissancesaal Ledenhof, Am Ledenhof 3 - 5

Autorenbegegnung
Tanguy Viel zu Gast im Ledenhof

Als Gast des Literaturbüros Westniedersachsen und des Instituts für Romanistik/Latinistik der Universität Osnabrück liest der französische Autor Tanguy Viel im Ledenhof. Die Romane des 1973 in Brest geborenen Schriftstellers sind vor allem eines: hochironisch und überaus humorvoll. In origineller Weise parodieren die sechs Texte, die bislang bei den renommierten "Editions de Minuit" erschienen sind (Deutsch im Wagenbach-Verlag) Familien-, Kriminal- und Mafiaromane, wobei sie immer wieder auf filmische Settings zurückgreifen.
In Osnabrück stellt Viel u.a. seinen jüngsten Roman "La disparition de Jim Sullivan" (Das Verschwinden des Jim Sullivan) vor, der die "great american novel" aufs Korn nimmt und dabei "eine perfekte Simulation aus dem Hut zaubert und diese Simulation von Anfang an ausstellt, ohne dass das Spiel der Verführung aufhören würde zu funktionieren." (Matthias Hennig, Neue Zürcher Zeitung).

Moderation: Prof. Dr. Susanne Schlünder, Institut für Romanistik/ Latinistik der Universität Osnabrück.

Veranstalter: Literaturbüro Westniedersachsen in Kooperation mit dem Institut für Romanistik/Latinistik der Universität Osnabrück

Kartenreservierung: Literaturbüro Westniedersachsen, Tel.: 0541 / 202 7908
Eintritt: 6 €  / Studierende Eintritt: frei

 

 

Dienstag, den 17. November, 19.30 Uhr, Stadtbibliothek Georgsmarienhütte, Schoonebeekstraße 8

Vortrag und Lesung
Vom Berliner Boheme-Leben in die Jerusalemer Exileinsamkeit – Leben und Schreiben der Dichterin
Else Lasker-Schüler

Thomas B. Schumann, Köln (Autor, Verleger, Sammler i.S. Exil-Kultur)
Musikalische Begleitung: Akampita Steiner, Osnabrück

Else Lasker-Schüler, 1869 in Wuppertal-Elberfeld geboren, ist laut Gottfried Benn die "größte Lyrikerin, die Deutschland je hatte". Sie war eine herausragende Vertreterin der avantgardistischen Moderne und des Expressionismus.
Exotisches Rollenspiel und poetische Legendenbildung bestimmten ihre Vorstellung einer antibürgerlichen Literatur, welche die Grenzen von Dichtung und Leben sprengen sollte.
Ihr bedeutendes Oeuvre, das Lyrik, Prosa, Essays und Theaterstücke umfasst, ist einem tragischen Leben abgerungen. Früh verließ diese kompromisslos eigenwillige Frau die Sicherheit einer bürgerlichen Existenz und schlug sich in einem zermürbenden Kampf gegen die Armut durch das schillernd-chaotische Berlin der Wilhelminischen Ära und der Zwanziger Jahre. Als Jüdin wurde sie von den Nationalsozialisten verfolgt und ins Exil gezwungen, zunächst in die Schweiz, später nach Palästina, wo sie vereinsamt und verarmt 1945 starb.

Veranstalter: Literaturbüro Westniedersachsen, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Georgsmarienhütte, Stadtbibliothek Georgsmarienhütte und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Osnabrück e.V. mit freundlicher Unterstützung des Kulturbüros des Landkreises

Vorverkauf: Stadtbibliothek Georgsmarienhütte, Schoonebeekstraße 8, Tel. 05401 / 41427

Eintritt: 7 € im Vorverkauf, 9 € an der Abendkasse, ermäßigt 5 €

 

 

Donnerstag, den 20. November,  19.30 Uhr, Renaissancesaal Ledenhof,
Am Ledenhof 3 - 5

Lyrik und Musik
Die 13 Monate

Der Gedichtzyklus „Die 13 Monate“ von Erich Kästner in der Vertonung von Manfred Schmitz,
präsentiert von Uta Hauthal, Gesang, und Derek Henderson, Piano, mit einer Einführung von Karin Jabs-Kiesler, Bürgermeisterin der Stadt Osnabrück

Erich Kästners 1955 erschienener lyrischer Jahreszyklus „Die 13 Monate“ wird in der Vertonung des in Erfurt geborenen Jazzmusikers und Komponisten Manfred Schmitz lebendig und bewegend präsentiert von der Sängerin Uta Hauthal und dem schottischen Pianisten Derek Henderson.
„Wie säh’ er aus, der dreizehnte von Zwölfen?“ Kästner, der bereits bei seinem Buchtitel „Der 35. Mai“ mit dem Kalender spielte, schlägt in dem Gedichtzyklus für diesen fiktiven dreizehnten Monat mit weher Endzeitstimmung den Namen „Elfember“ vor.
Die leise Melancholie zwischen Kästners Zeilen wird durch Hauthals warme Altstimme lyrisch nachgezeichnet. Die schwebenden und oszillierenden Verse des Dresdner Autors in der Schmitz’schen Vertonung geraten zu einer sowohl literarisch als auch musikalisch fesselnden Darbietung.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Westniedersachsen und der Volkshochschule Osnabrück im Rahmen der gemeinsamen Reihe "LiteraturWerkstatt".

Kartenreservierung: Volkshochschule Osnabrück, Tel. 0541 / 323-2243

Eintritt: 8 € / ermäßigt  6 €
 

 

Literaturbüro Westniedersachsen

Am Ledenhof 3 - 5
49074 Osnabrück
Tel.: 0541 / 2 86 92
Fax: 0541 / 3 23 - 43 33