Newsletter Literaturbüro Westniedersachsen

Nr.1 / 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein neues Jahr blättert sich vor uns auf, und es verspricht anregende Stunden für Literaturinteressierte: mal nachdenklich, mal unterhaltsam, mal packend, mal lyrisch und -immer hautnah. Aber lesen Sie selbst.

Ihre
Beatrice le Coutre-Bick, Geschäftsführerein Literaturbüro Westniedersachsen
Angelika Pues-Panagiotakis, Sekretariat

Veranstaltungsprogramm

Donnerstag, 22. Februar 2018, 19.00 Uhr
Erich Maria Remarque-Friedenszentrum, Markt 6

Garbald in Dresden
Lesung mit Uta Hauthal, Dresden

Auf Einladung des Literaturbüros Westniedersachsen und des Erich Maria Remarque -Friedenszentrums stellt die Dresdner Autorin Uta Hauthal ihren Debütroman "Garbald in Dresden" vor. Gekonnt verwebt sie drei Erzählebenen und -zeiten ineinander. Gefrees, eine Frau im Dresden von heute, setzt sich mit ihrer Lebensschuld auseinander. Ein Lehrer, Friedrich Lorenz, im Dresden der Vor- und Nachkriegszeit, zerbricht an seinen eigenen Wertevorstellungen. Die Ehefrau und Mutter Johanna Garbald im schweizerischen Bergell des 19. /Anfang 20. Jahrhunderts verfolgt ihren Traum, Schriftstellerin zu werden und veröffentlicht unter dem Pseudonym Silvia Andrea viel beachtete Erzählungen und Romane.
Uta Hauthal setzt diese in Zeit und Raum weit auseinander liegenden Schicksale zu einer großen Erzählung zusammen.
Die in Dresden geborene Autorin, Sängerin und Rezitatorin Uta Hauthal studierte Germanistik und Musik in Potsdam und ist heute mit Rezitationen und literarischen Programmen bundesweit unterwegs. Seit 2014 ist sie Vorstandsmitglied im Literaturhaus Villa Augustin, Dresden.
Einführung in die Lesung: Karin Jabs-Kiesler.

Eintritt: Abendkasse 5.- € / 3.- € (erm.)

 

Freitag, 23.Februar 2018, 20.00 Uhr
Unikeller, Neuer Graben 29

Die Lese-Rampe
Neue Lesereihe im "Unikeller"
Auftaktveranstaltung mit Schriftsteller Frank Schulz

Der "Unikeller" präsentiert in Kooperation mit dem Literaturbüro Westniedersachsen die neue Veranstaltungsreihe "Lese-Rampe".
An jedem letzten Freitag im Monat gehört die Bühne des traditionsreichen Studentenlokals unter dem historischen Osnabrücker Schloss (heute Universität) einem Autor oder einer Autorin. Das Publikum darf sich freuen auf spannende literarische Werke sowohl der belletristischen wie der Sachbuchsparte, Krimis und historische Romane, Heldenreisen und literarische Hochkomik, das Feld ist weit gesteckt. Die "Lese-Rampe" bietet Raum für erfahrene Schriftsteller ebenso wie für den vielversprechenden Nachwuchs, für Verlagsautoren wie für ambitionierte Selfpublisher. Jede Lesung beginnt mit einem kurzen Werkstattgespräch mit Gastgeber Dr. Harald Keller, Autor, Journalist und Lehrbeauftragter am Fachbereich Sprache und Literatur der Universität Osnabrück, rund um Themen wie Schreiberfahrungen und Schaffensprozesse, Erzählstrategien, Marktgeschehen, Literaturbetrieb.
Zum Auftakt der Lesereihe dürfen die Veranstalter Frank Schulz begrüßen, Verfasser von kultisch verehrten Romanen wie "Kolks blonde Bräute" und "Onno Viets und der Irre vom Kiez". Schulz ist einer der originellsten, fabulierfreudigsten und wortmächtigsten Schriftsteller deutscher Zunge und wurde mit Hubert-Fichte-Preis (2004), dem Irmgard-Heilmann-Preis (2006) und dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor (2015) ausgezeichnet. "Sowieso mein Lieblingsautor"(Harry Rowohlt).
Im ersten Teil des Abends liest Frank Schulz Passagen aus seinen Romanen. Nach der Pause gibt es dann im Zusammenspiel mit Harald Keller Kurztexte und ein Gespräch. Die beiden Autoren gedenken der verblichenen Humorzeitschrift "Kowalski", für die sie zeitgleich geschrieben haben. Und sie werden lesend und plaudernd an den verstorbenen Harry Rowohlt erinnern, mit dem beide befreundet waren und der im März 73 Jahre alt geworden wäre.
Zum zweiten Termin, ausnahmsweise am vorletzten Freitag im März, liest Heike Maria Fritsch aus ihrem Krimi "Blindes Blut". Die Autorin verknüpft die in der NS-Zeit für eine rassistische Ideologie missbrauchte Blutgruppenforschung auf mehreren, geschickt miteinander verschränkten Zeitebenen mit Begebenheiten aus den 1970er Jahren und der Gegenwart. Heike Fritschs berufliche Anfänge lagen in Osnabrück; ihr in Arbeit befindlicher neuer Roman wird einige Figuren aus "Blindes Blut" näher an Osnabrück heranführen.
Für den April hat Ulrike Kroneck zugesagt. Sie verfasst unter anderem Kriminalromane und Sachbücher und arbeitet als Lektorin und Herausgeberin.

Eintritt: frei

 

Dienstag, 27. Februar 2018, 18.30 Uhr, Ausstellungseröffnung
Stadtbibliothek Osnabrück, Markt 1


Else Lasker-Schüler - DIE BILDER

Auf Einladung des Literaturbüros Westniedersachsen und der Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit stellt die Else Laske-Schüler-Gesellschaft Wuppertal Faksimiles von Else Lasker-Schüler-Bildern in der Stadtbibliothek Osnabrück, Markt 1, aus. Zur Eröffnung der Ausstellung spricht Hajo Jahn, ehemaliger WDR-Radio- und Fernsehreporter und Moderator und Vorsitzender der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft, Wuppertal, in seinem Vortrag "STURM-Frauen" über die STURM-Galerie in Berlin. Sie war Schauplatz der Avantgarde-Kunst Europas und stellte auch Künstlerinnen aus, obwohl die offizielle Kulturpolitik Frauen keine Kreativität zutraute und ihnen das Studium an Kunstakademien verwehrt war.
Dass Künstlerinnen aus Frankreich, Russland, Belgien, Holland oder Polen ihre Bilder zeigen konnten, lag vor allem an Else Lasker-Schüler, der malenden Dichterin aus Wuppertal, und der Schwedin Nell Walden.
Musikalisch begleitet wird der Vortrag von Ahmad Anousheh auf der persischen Bambusflöte Ney.

Die Ausstellung wird vom 27. Februar bis 7. April 2018 gezeigt.
Öffnungszeiten: Mo bis Fr. 10-18 Uhr, Sa 10-15 Uhr

Eintritt: frei

 

Donnerstag, 1. März 2018, 19.00 Uhr
Renaissancesaal Ledenhof, Am Ledenhof 3-5


Kalligraphische Reise - Erinnerungen an China
Lesung und Gespräch mit Sigrun Jakubaschke

1988 - Ein Jahr in China. Sigrun Jakubaschke, Malerin und Autorin,
lebt Ende der 80er Jahre dank eines Stipendiums für ein Jahr in
der Millionenstadt Hangzhou. Sie erlernt die chinesische Kalligraphie
an der Kunstakademie und lernt auf ausgedehnten Reisen ins Landesinnere das chinesische Leben jener Zeit kennen. Ihre Auseinandersetzung mit der
fremden Kultur und ihre bizarren Erlebnisse unterwegs beschreibt
sie in pointierten Tagebucheinträgen, mit 103 Fotografien in Farbe und
schwarz-weiß sowie mit kalligrafischen Arbeiten.
In einer authentischen Rückschau entstand ihre "Kalligraphische Reise"
in das China einer vergangenen Zeit.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "LiteraturWerkstatt" des Literaturbüros Westniedersachsen und der VHS Osnabrück.

Eintritt: Abendkasse 7.- € / 5.- € (erm.)

Anmeldung: Volkshochschule, Tel. 0541/323-2243
 


Samstag, 3. März 2018, 20.00 Uhr
Renaissancesaal Ledenhof, Am Ledenhof 3-5

Weder Lorbeerbaum noch Bettelstab
Parodierende Posse von Johann Nestroy
mit Helmut Thiele


Johann Nestroy, der Ahnherr des Wiener Humors, hat in diesem Werk seine ganz persönliche Ansicht über die eigene Dichtung und auch die Stellung zum Publikum ausgedrückt. In der scharfen Ablehnung der sentimentalen Verklärung des Dichterberufes spricht er deutlich in eigener Sache: Es sei besser, "ein seinen Platz ausfüllender Bierhaus-Harfenist zu sein, als ein unzulänglicher Dichter mit großen Prätentionen".
Nestroys Vorlage war das Schauspiel "Lorbeerbaum und Bettelstab oder Drei Winter eines deutschen Dichters … Mit einem Nachspiel: Bettelstab und Lorbeerbaum" von Karl von Holtei. Das rührselige Künstlerdrama erlebte bei seiner Wiener Premiere eine enthusiastische Aufnahme durch das Publikum. Das Stück bejammert das Schicksal eines sein Umfeld verachtenden und gleichzeitig nach dessen Beifall sich verzehrenden sentimentalen Dichters. Nestroy nutzte seine Parodie einerseits dafür, die offenkundigen Schwächen des Holteischen Dramas zu verhöhnen, andererseits führte er der Wiener Gesellschaft seine Missachtung ihres schlechten Geschmacks vor Augen.
In Kooperation mit dem Literaturbüro Westniedersachsen und den Altstädter Bücherstuben

Eintritt: Vorverkauf 12.- € / Abendkasse 14.- €
Vorverkauf bei den Altstädter Bücherstuben, Bierstr. 37, Tel.: 0541/26391

 

Montag,12. März 2018, 18.00 Uhr
Bergkirche, Bergstr.16, Osnabrück

Lerne lachen, ohne zu weinen
Facetten aus Kurt Tucholskys Werk
Musik und Chansons mit Roswitha Dasch und Ulrich Raue


"Liebe kostet manche Überwindung. Männer sind eine komische Erfindung". Humorvoll und hintergründig sind die Texte Kurt Tucholskys, immer gewürzt mit einer ordentlichen Prise Ironie. Trotz seines beruflichen Erfolges stand die politische Entwicklung in Deutschland gegen ihn. 1929 ging er nach Schweden ins Exil, 1933 wurden seine Werke vom Nazi-Regime verbrannt.
Roswitha Dasch und Ulrich Raue kombinieren auf abwechslungsreiche Weise gesprochene Texte und Chansons. In der Besetzung Gesang, Violine und Klavier zeigen sie Tucholskys Werk in allen Facetten und spiegeln eine Zeit des deutschen Kabaretts zwischen Agitation und Amüsement.
Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Osnabrück e.V, Stadt Osnabrück, Literaturbüro Westniedersachsen und Evangelisch reformierte Gemeinde Osnabrück

Eintritt: Vorverkauf 10 €, für Mitglieder der Gesellschaft für christlich-jüdische
Zusammenarbeit e.V 8 €, Abendkasse 12 €, für Mitglieder der  Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V 10 €
Kartenvorverkauf bei der Buchhandlung Zur Heide, Osterberger Reihe 2-8,
Tel.: 0541/350 880

 

Donnerstag, 6. April 2018, 18.30 Uhr
Stadtbibliothek Osnabrück, Markt 1

Auf Siebensternenschuhen
Ein Abend zu Else Lasker-Schüler in Worten und Klängen
mit Akampita Steiner

Als Finissage der Else-Lasker-Schüler-Ausstellung: DIE BILDER webt Akampita Steiner zu ausgewählten Gedichten der bedeutenden Dichterin einen stilvollen Klangteppich aus Stimme, Konzertgitarre, Sopranino und exotischen Instrumenten. Sensibel und eindrücklich interpretiert die Sängerin hebräische Melodien und fügt dem Abend eigene Dichtungen hinzu. Akampita Steiner wuchs mit Chorgesang, Blockflöte und Gitarre auf. Sie erlernte Obertongesang und befasste sich mit den polyphonen Gesängen Korsikas. Seit 1999 begeistert sie mit ihren tief beeindruckenden Programmen deutschlandweit und international.
Veranstalter: Literaturbüro Westniedersachsen und Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit Osnabrück e. V. in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Osnabrück

Eintritt: Abendkasse 6.- € / 4.- € (erm.)  für Mitglieder der  Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V 3.- €
 

Noch zwei aktuelle Hinweise:

15. bis 18. März 2018
Stand der niedersächsischen Literaturhäuser
auf der Buchmesse Leipzig

Die sechs niedersächsischen Literaturhäuser, zu denen das Literaturbüro Westniedersachsen/ Osnabrück zählt, sind auch in diesem Jahr wieder auf der Leipziger Buchmesse präsent. Sie bieten mit ihrem, vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur geförderten Messestand (K112/Halle5) Raum für fachlichen Austausch und Begegnung mit Verlagen, Autorinnen und Autoren sowie Literaturinteressierten.
Partner beim Stand ist die VGH-Stiftung mit dem Literaturfest Niedersachsen.


"Lit4U" 2018 - Jugendliche begegnen Autorinnen und Autoren
geht in die zweite Runde

Nach dem erfolgreichen Start der im vergangenen Jahr gemeinsam vom Literaturbüro Westniedersachsen und der Stadtbibliothek Osnabrück ins Leben gerufenen Literaturreihe lesen auch in diesem Frühjahr hochkarätige Jugendbuchautorinnen und - autoren vor Schülerinnen und Schülern aus ihren Werken. Die Lesungen bieten den Jugendlichen die Gelegenheit, Literatur jenseits der Unterrichtssituation zu entdecken und mit Autorinnen und Autoren hautnah ins Gespräch zu kommen. In der zweiten Runde dabei:
Stefanie Höfler ("Tanz der Tiefseetaucher"), Christian Linker ("Dschihad Calling") und Lea-Lina Oppermann ("Was wir dachten, was wir taten").
Die Reihe findet in Kooperation mit Osnabrücker Schulen statt.

 

 

Literaturbüro Westniedersachsen

Am Ledenhof 3 - 5
49074 Osnabrück
Tel.: 0541 / 2 86 92
Fax: 0541 / 3 23 - 43 33
 
Mail: litos-lecoutre@gmx.de