Newsletter Literaturbüro Westniedersachsen
Nr.5/2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr neigt sich dem Ende zu - doch zuvor servieren wir Ihnen noch
manche interessante Gelegenheit, Literatur "live" zu erleben und zu genießen.
Wir freuen uns auf Sie!

Ihre
Beatrice Le Coutre-Bick, Geschäftsführerin Literaturbüro Westniedersachsen
Angelika Pues-Panagiotakis, Sekretariat

Veranstaltungsprogramm

Montag,12. November 2018, 19.00 Uhr
Renaissancesaal Ledenhof, Am Ledenhof 3-5

Die Schachspieler von Buenos Aires
Spanisch-deutsche Lesung mit Ariel Magnus (Argentinien)

Auf Einladung des Literaturbüros Westniedersachsen und des Instituts für Romanistik der Uni Osnabrück stellt der in Buenos Aires geborene Schriftsteller Ariel Magnus seinen von Silke Kleemann aktuell ins Deutsche übersetzten Roman Die Schachspieler von Buenos Aires vor. Er verwebt in seinem Werk kunstvoll historische Ereignisse und literarische Elemente mit der eigenen Familienbiographie. Kulisse der Geschichte ist die Schachweltmeisterschaft in Buenos Aires 1939, bei der Polen und Deutschland im Finale stehen, während Hitler den Zweiten Weltkrieg auslöst. Im Roman führt die Schacholympiade verschiedene, teils historische, teils literarische Figuren - wie etwa die spätere Vizeweltmeisterin Sonja Graf und den fiktiven Schachweltmeister aus Zweigs Schachnovelle - zusammen, die nicht mehr in ihre Heimatländer zurückkehren können. Im argentinischen Exil befindet sich auch Heinz Magnus, eine dem Großvater des Autors nachempfundene Gestalt, der als Jude vor den Nazis geflohen war und nun eine - erdachte und unerwiderte - Romanze mit Graf erlebt.
Die Lesung bietet einen Einblick in das vielschichtige Spiel des Romans um Fiktion und Realität und um die besondere Atmosphäre Ende der 1930er Jahre in der argentinischen Metropole.
Die Lesung wird moderiert von Prof. Dr. Susanne Schlünder vom Institut für Romanistik/Latinistik der Universität Osnabrück.
Foto: Maximiliano Luna

Eintritt: frei
 

Donnerstag, 15. November 2018, 19.00 Uhr
Altstädter Bücherstuben, Bierstr. 37

Bereits zum 7. Mal: "prima vista-Lesung"
mit Helmut Thiele

Bringen Sie kurzweilige, unterhaltende, aber auch ernste und tief gehende Texte mit.
Die Altstädter Bücherstuben und das Literaturbüro Westniedersachsen stellen aus den vorab eingegangenen Texten eine stimmungsvolle Mischung zusammen.
Darüber hinaus werden unter den Besucherinnen und Besuchern der Veranstaltung per Los drei Personen bestimmt, die ad hoc aus den Bücherregalen der Buchhandlung Lektüre zum Vorlesen aussuchen.
Unterstützt von "prima vista optic"

Eintritt: 8,- €
Kartenvorverkauf bei den Altstädter Bücherstuben, Bierstr. 37, Tel.: 0541/26391
 

Sonntag, 18. November 2018, 17.30 Uhr
Kulturkneipe "Unikeller", Neuer Graben 29

"Widerworte"
Literarische Lesung gegen Intoleranz und Radikalismus

Was vor wenigen Jahren kaum vorstellbar war, ist in jüngster Zeit bittere Realität geworden: offene Gewalt-, sogar Todesdrohungen gegen alles, was "anders" ist - ob Aussehen, Religion, sexuelle Orientierung, politische Anschauung.
Autoren, Journalisten, Moderatoren, Satiriker sehen sich in ihrer Arbeit Einschränkungen und Zensur ausgesetzt.
Mit einer Lesung unter dem Titel "Widerworte" möchten Osnabrücker Autorinnen und Autoren vor Leichtfertigkeit im Umgang mit einer derart intoleranten und menschenfeindlichen Gesinnung warnen.
Zugesagt haben (in alphabetischer Reihenfolge): Maria Braig, Dr. Marie-Luise Braun, Ada Dorian, Mareike Eigenwillig, Melanie Jungk, Martha Maschke, Tina Schick, Frank Schulz, Thomas Wübker.
Marie-Luise Braun berichtet in ihrem Beitrag "Sein Tod hat Eberswalde gewandelt" über Amadeu António Kiowa. 1990 wurde der 28-jährige Angolaner, der als Vertragsarbeiter in die DDR gekommen war, von Neonazis zu Tode geprügelt.
Ada Dorian fragt in ihrem aktuellen Roman "Die Zähmung der Tiere" nach der Verantwortung jedes Einzelnen für ein demokratisches Europa.
Heike Maria Fritschs Debütroman "Blindes Blut" erzählt im Krimigewand von medizinischen Experimenten unter dem NS-Regime und deren Auswirkungen auf die Nachkommen von Opfern und Tätern.
Tina Schick thematisiert in ihrem Krimi "Osnabrücker Fenstersturz" Vorurteile gegen die Religionen.
Frank Schulz kündigt eine Geschichte aus seinem neuen Erzählband "Anmut und Feigheit" an.
Thomas Wübker liest einen Text auf der Grundlage von Unterlagen aus dem Berliner Bundesarchiv über den ehemaligen Osnabrücker Oberbürgermeister Erich Gaertner und dessen umstrittene Mitgliedschaft bei der NSDAP.
Die Lesung schließt bewusst an die Öffnungszeiten der benachbarten Gedenkstätte Gestapokeller an, die von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr kostenlos besichtigt werden kann.
"Widerworte" wird unterstützt vom "Unikeller" und dem Literaturbüro Westniedersachsen.
Als Gastgeber fungiert Dr. Harald Keller.

Eintritt: frei, um Spenden wird gebeten.
Der Reinerlös geht an den Exil e. V..
 

Montag, 26. November 2018, 19.30 Uhr
Rathaus Osnabrück, Friedenssaal

"Erfahren, woher wir kommen"
Grundschriften der europäischen Kultur
Hartmann von Aue: Gregorius
Mit Siegfried W. Kernen (Lesung) und Hanjo Kesting (Kommentierung)

Hartmann von Aue gilt neben seinen Zeitgenossen Wolfram von Eschenbach und Gottfried von Straßburg als einer der drei großen Epiker des deutschen Mittelalters. Seine Verslegende Gregorius, unmittelbar vor der Erzählung vom Armen Heinrich entstanden, ist ganz vom Geist christlicher Bußfertigkeit bestimmt, obwohl sie stofflich in die Antike und bis zur Ödipus-Geschichte zurückreicht. Sie handelt vom "rechtschaffenen Sünder" Gregorius, der aus tiefer Buße und Erniedrigung auf den päpstlichen Stuhl erhoben wird. Thomas Mann hat Hartmanns Epos 750 Jahre später in seinem Roman "Der Erwählte" nacherzählt.
Mit freundlicher Unterstützung der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung

Eintritt: 10,- €/ erm. 7,- €
Kartenvorverkauf bei der Tourist-Information, Bierstraße, Tel.: 0541/323 2202
 

Mittwoch, 28. November 2018, 19.00 Uhr
Renaissancesaal Ledenhof, Am Ledenhof 3-5

Fremdes Japan
1 Mann, 1.000 Kilometer & jede Menge Muskelkater
Autorenlesung mit Bildershow & Live-Musik

1000 km auf dem ältesten und absonderlichsten Pilgerweg der Welt: Mit Hut und Pilgerbüchlein will Reisebuchautor Thomas Bauer zu 88 Tempeln, verirrt sich mehrmals und gerät stattdessen tief hinein in die japanische Kultur und Mentalität. Er verzweifelt beinahe an Essstäbchen, erfährt die ursprüngliche Bedeutung von Kamikaze und lernt, auf wie viele Arten man ein Lächeln falsch verstehen kann. Auf Einladung der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Osnabrück und des Literaturbüros Westniedersachsen stellt Thomas Bauer die Höhepunkte seiner Japanreise und sein gleichnamiges Buch vor und lässt die Besucher Japan ganz neu und ganz anders kennenlernen.
Begleitet wird der Abend von den Musikerinnen Bärbel Meyer (Keyboard) und Tina Raithel (Percussion).
Foto: frei

Eintritt: Abendkasse 5,- €
Kartenreservierung beim Literaturbüro Westniedersachsen, Tel.: 0541/28692
 

Donnerstag, 29. November 2018, 18.30 Uhr
Stadtbibliothek Osnabrück, Markt 1

Lotta Schultüte: Mit dem Rollstuhl ins Klassenzimmer
Sandra Roth stellt ihr neues Buch vor

Einen wichtigen Beitrag zu der Debatte um eine inklusivere Gesellschaft leistet das neue Buch der Bestsellerautorin Sandra Roth. "Lotta Schultüte: Mit dem Rollstuhl ins Klassenzimmer" ist die Fortsetzung des vielbeachteten Bestsellers "Lotta Wundertüte", in dem Sandra Roth ehrlich, berührend und zugleich humorvoll von und aus dem Leben mit ihrer schwer mehrfachbehinderten Tochter erzählt. Die 1977 geborene Autorin studierte Politikwissenschaften und Medienberatung in Bonn, Berlin und den USA. Nach ihrem Diplom absolvierte sie die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg und arbeitet seitdem als freie Autorin. Ihr 2013 erschienenes erstes Buch "Lotta Wundertüte" schaffte es in die Top 10 der SPIEGEL-Bestsellerliste. In ihren Büchern schreibt Sandra Roth nicht nur über ihre Ängste, Sorgen und Belastungen - ihre Erzählungen beweisen zugleich viel Humor und haben eine erfrischende Leichtigkeit.
Veranstalter: Lebenshilfe Osnabrück e.V. in Kooperation mit dem
Literaturbüro Westniedersachsen und der Stadtbibliothek Osnabrück
Foto: frei

Eintritt: frei


Freitag, 30. November 2018, 20.00 Uhr

Morgengrauenkiller
Krimiautorin Melanie Jungk zu Gast bei der Lese-Rampe
Unikeller, Neuer Graben 29

Melanie Jungk hat eine tödliche Waffe im Gepäck - mit "Morgengrauenkiller" legt die Autorin nach "Schnapsleichenfund" und "Maiburgmord" aktuell ihren dritten Kriminalroman mit den wiederkehrenden Ermittlern Jasmin Krüger und Arne Mayer vor. Geradezu schicksalhaft verschlägt es die Hannoveraner LKA-Beamten immer wieder ins idyllische, aber verbrechensreiche Fürstenau.
Der Unikeller präsentiert in Kooperation mit dem Literaturbüro Westniedersachsen die Veranstaltungsreihe "Die Lese-Rampe". In der Regel am letzten Freitag im Monat gehört die Bühne im Unikeller Autoren verschiedener Genres.
Gastgeber ist der Autor, Journalist und Lehrbeauftragte an der Universität Osnabrück, Harald Keller.

Platzreservierungen unter lese-rampe@gmx.de.

Eintritt: frei


Sonntag, 2. Dezember 2018, 19.00 Uhr
Lagerhalle Spitzboden

Kalla Wefels "Osnabrücker Heimatabend"
Osnabrücker Autorinnen & Autoren präsentieren ihre neuesten Bücher.
Spannende Buchpräsentationen, lebendige Lesungen & muntere Gespräche

In Kooperation mit dem Literaturbüro Westniedersachsen findet der mittlerweile
7. Literatur-Heimatabend statt.
Eingeladen ist neben den Autorinnen auch Kerstin Broszat, die im Februar 2019 die erste "Osnabrücker Buchmesse" veranstaltet.
Beatrice le Coutre-Bick vom Literaturbüro Westniedersachsen moderiert gemeinsam mit den Gastgebern und Autoren Kalla Wefel und Heiko Schulze den Abend.
Neben den Diskussionen und Gesprächen gibt es auch die Möglichkeit, das eine oder andere Buch zu erwerben.
Als Gäste bereits zugesagt haben: Maria Braig, Kerstin Broszat, Ada Dorian, Miriam Rademacher, Akampita Steiner, Anja Stephan.

Anmeldung bei Kallawefel@gmail.com oder beim Kulturzentrum Lagerhalle,
Tel.: 0541/33874-0, lagerhalle@osnabrueck.de

Eintritt: frei
 

Samstag, 8. Dezember 2018, 20.00 Uhr
Renaissancesaal Ledenhof, Am Ledenhof 3-5

Johann Nestroy: Weder Lorbeerbaum noch Bettelstab
Szenische Lesung mit Helmuth Thiele

Der Schauspieler Helmuth Thiele greift den vor 30 Jahren
erstmals mit großem Erfolg in Osnabrück gespielten Nestroy-Abend noch einmal auf.
Die Neue Osnabrücker Zeitung urteilte damals begeistert:
"Nestroys mit unbändigem Witz versprühter Hohn auf die Wiener Gesellschaft, seine mit boshaftem Humor zur Schau gestellte Missachtung des Zeitgeistes und Spießertums, seine sprachliche Meisterschaft und sein theatererfahrenes Gespür für Komik und wirkungsvolle Effekte kommen in dieser Parodie trefflich zur Geltung."
Veranstaltet vom Literaturbüro Westniedersachsen
 


Foto: frei

Eintritt: 12,- €
Vorverkauf bei den Altstädter Bücherstuben, Bierstr. 37, Tel.: 0541/26391
 

 

 

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