Newsletter Literaturbüro Westniedersachsen
Nr.1 / 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

nicht nur ein neues Jahr blättert sich vor uns auf - eine neue Dekade erfüllt uns mit ganz besonderen Hoffnungen und Erwartungen.
Wir wünschen Ihnen, dass zahlreiche davon für Sie in Erfüllung gehen mögen,
und dass das Jahr 2020 neben den großen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen genügend Zeit und Muße lässt für bewegende Begegnungen
mit der facettenreichen Welt der Literatur. Lassen Sie sich vom Programm
des Literaturbüros Westniedersachsen auch im neuen Jahr dazu inspirieren,
Klassikern wie Montaigne oder Fontane mit ebenso viel Interesse zu begegnen
wie den Werken regionaler Autorinnen und Autoren oder hochaktuellen Büchern
zu brennenden Themen, wie dem Debütroman des jungen Hamburger Autors Dominik Bloh. In "Unter Palmen aus Stahl" lässt er uns hautnah an seinen Erfahrungen
als Obdachloser teilnehmen.
Willkommen im Jahr 2020 - wir freuen uns auf Sie!

Ihre

Beatrice le Coutre-Bick, Geschäftsführerin Literaturbüro Westniedersachsen
Angelika Pues-Panagiotakis, Sekretariat

Veranstaltungsprogramm

Donnerstag, 16. Januar 2020, 19.00 Uhr
Renaissancesaal Ledenhof, Am Ledenhof 3 - 5

Im Rahmen der Reihe "LiteraturWerkstatt"

Kriminelles von den "Osnabrücker Ersttätern"
Die dunklen Seiten von Osnabrück

Die AutorInnengruppe, die sich aus den VHS-Schreibkursen von Martin Barkawitz gebildet hat, legt ihren Schwerpunkt auf Kriminalgeschichten.
An diesem Abend präsentieren Melanie Jungk, Rita Roth und Stefan Wellmann ihre verbrecherischen Fantasien - heiter oder skurril, mit oder ohne regionalen Bezug, aber stets spannend und unterhaltsam.
Einführung und Moderation: Martin Barkawitz.
Kooperation mit der VHS Osnabrück

Eintritt: 7,- € / erm. 5,- €
Kartenvorverkauf bei der Volkshochschule, Tel.: 0541 / 323 2243

 

Montag, 20. Januar 2020, 19.30 Uhr
Friedenssaal, Rathaus Osnabrück


Im Rahmen der Reihe "Erfahren, woher wir kommen"

Michel de Montaigne: Essais
Frank Arnold (Lesung) und Hanjo Kesting (Kommentierung)

Michel de Montaigne (1533-1592) war eine der Gründungsfiguren der neueren europäischen Literatur und des neuzeitlichen Denkens überhaupt. Mit seinen Essais begründete er eine eigene Gattung der Literatur, und lieferte für sie das nie mehr übertroffene Modell. Montaignes Einfluss auf die Zeitgenossen, darunter Shakespeare, und die Literatur der folgenden vier Jahrhunderte war immens. Der Gedanke an den Tod zieht sich wie ein roter Faden durch sein Werk, dabei war er ein weltoffener, dem Leben zugewandter Geist, gemäß Nietzsches Satz: Dass ein solcher Mensch geschrieben hat, dadurch ist wahrlich die Lust auf dieser Erde zu leben vermehrt worden.

Mit freundlicher Unterstützung der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung

Eintritt: 10,- € / erm. 7,-  €
Kartenvorverkauf bei der Tourist-Information, Bierstraße, Tel.: 0541 / 323 2202

 

Mittwoch, 29. Januar, ab 19 Uhr
Café Spitzboden, Lagerhalle, Rolandsmauer 36


"Poetische Brücken"
beim deutsch-russischen Begegnungsabend


Die Städtepartnerschaft Osnabrück-Twer steht im Mittelpunkt des elften deutsch-russischen Begegnungsabends, zu dem Städtebotschafter Sergey Loginov einlädt. Im Rahmen des Abends schildern unter anderem Gäste ihre Eindrücke und Erfahrungen, die sie bei Projekten mit Twer gewonnen haben. Dabei wird auch das gemeinsam mit dem Literaturbüro Westniedersachsen und dem Theater Osnabrück realisierte Projekt "Poetische Brücken" vorgestellt. In diesem Projekt wurden Gedichte zum Twerer Jahresthema "Theater" von Osnabrücker Brücken-Poetinnen und -Poeten verfasst. Studierende der Universität Twer haben diese Gedichte in die russische Sprache übertragen. Die Ergebnisse werden in einer deutsch-russischen Lesung, u. a. mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Projekt vorgestellt.
Musikalisch entführt «DuoDA» die Besucher in die Stadt an der Wolga und nach Russland. Kleine russische Spezialitäten runden den Abend kulinarisch ab.

Foto: frei

Eintritt: frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Freitag, 31. Januar 2020, 20.00 Uhr
Unikeller, Neuer Graben 29

Lese-Rampe: "Das Auge isst mit"
Heitere Cartoon-Lesung mit Olga Hopfauf und Stephan Baumgarten

Zum Auftakt der ersten Halbjahres-Saison 2020 präsentiert die Veranstaltungsreihe "Die Lese-Rampe" einen heiteren Abend mit den Cartoonisten und Illustratoren Olga Hopfauf und Stephan Baumgarten. Begleitet von lustigen Texten und Erzählungen werden witzige Zeichnungen auf die große Leinwand projiziert. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Harald Keller. Olga Hopfauf und Stephan Baumgarten leben und arbeiten zusammen in Osnabrück als freiberufliche Cartoonisten und Illustratoren. Ihre zahlreichen Veröffentlichungen erscheinen unter anderem im Lappan Verlag. Ausgestellt wurden ihre Cartoons unter anderem in der "Caricatura" in Kassel oder beim "Deutschen Karikaturenpreis" in Bremen und Dresden.
Die beiden Künstler verlegen ihre witzigen Werke allerdings auch selbst, wie das Buch "Einhornkotze", um das sich schnell eine Fangemeinde in den sozialen Medien aufgebaut hat. Zuletzt entstand das gemeinsame Buch "Das Auge isst mit".
Wenn sie mal nicht zeichnen, schreiben und inszenieren sie Komödien im Ersten Unordentlichen Zimmertheater.

Foto: frei

Eintritt: gegen Spende

 

Montag, 10. Februar 2020, 19.00 Uhr
Renaissancesaal Ledenhof, Am Ledenhof 3-5

Wer ist glücklich? Kennst du wen? Ich nicht.
Theodor Fontanes Frauenfiguren - eine Spurensuche

Vortrag und Lesung mit Musik von Komponistinnen des 19. Jahrhunderts
mit Lioba Meyer, Vortrag und Lesung, Annette Wilken, Lesung,
Viola Mokrosch, Klavier, und Helen Katja Rothfuss, Sopran

Lioba Meyer stellt in einem Vortrag, verbunden mit einer gemeinsamen Lesung mit
Annette Wilken, in Kooperation mit dem Literaturbüro Westniedersachsen, Fontanes Frauenfiguren vor und stellt sie in einen Zusammenhang zu großen Frauenromanen der europäischen Literatur.
Sie heißen Effi, Cecile, Corinna, Stine, Lene und Melusine: Fontanes Frauen, die auf der Suche nach dem Glück sind und denen doch nur kurze glückliche Momente vergönnt sind. Von sich selbst sagt der Autor: "Wenn es einen Menschen gibt, der für Frauen schwärmt, wenn er ihren Schwächen und Verirrungen, dem ganzen Zauber ihres Evatums begegnet, so bin ich es."
Theodor Fontane zeichnet die Frauen in seinen Romanen mit feinem Strich, er legt ihre Stärken und Schwächen offen und macht ihre Ambivalenz deutlich. In allen seinen Romanen verweist Fontane zudem auf Frauenfiguren aus der Märchen- und Sagenwelt, aus der Mythologie und der Bibel, häufig mit versteckten Anspielungen.
Viola Mokrosch, Klavier, und Katja Rothfuss, Gesang, tragen Lieder und Klaviermusik von zeitgenössischen Komponistinnen vor: Clara Schumann, Alma Mahler-Werfel und Fanny Hensel-Mendelssohn.

Eintritt: Abendkasse: 7,- € / erm. 5,- €
Platzreservierung unter der Tel.: 0541 / 202 7908

 

Donnerstag, 13. Februar 2020, 19.00 Uhr
Renaissancesaal Ledenhof, Am Ledenhof 3-5

Im Rahmen der Reihe "LiteraturWerkstatt"

"Bestie Angerstein"
Spannende Hörspielvorführung mit Jan Decker

Im Rahmen der Reihe "LiteraturWerkstatt" des Literaturbüros Westniedersachsen und der VHS Osnabrück stellt Jan Decker sein Hörspiel "Bestie Angerstein" vor.
Angerstein brachte am 1. Dezember 1924 seine Familie und vier Hausangestellte um. Neben dem Fall des Massenmörders Fritz Haarmann gehört der Fall des Fritz Angerstein aus Haiger bei Siegen zu den meistdiskutierten Kriminalfällen der Weimarer Republik.
Diese erweiterte Familientragödie gleicht in vielerlei Hinsicht heutigen Amokläufen. Wer war dieser Angerstein: eine Bestie oder ein irregeleiteter Normalbürger? Das ließ sich selbst im Gerichtsprozess nicht erhellen.
Mit: Jens Harzer, Peter Kurth u. v. a., Produktion: SWR 2019.
Anschließend gibt es Gelegenheit zum Gespräch.

Foto: frei

Eintritt: 7,- € / erm. 5,- €

 

Montag, 17. Februar 2020, 19.30 Uhr
Friedenssaal, Rathaus Osnabrück

Im Rahmen der Reihe "Erfahren, woher wir kommen"

William Shakespeare: Hamlet, Prinz von Dänemark
Henning Nöhren (Lesung) und Hanjo Kesting (Kommentierung)

Hamlet ist Shakespeares berühmtestes Stück, entstanden um 1600. Die ersten nachweisbaren Aufführungen fanden im Juli 1602 statt. Mit rund viertausend Versen ist es das umfangreichste Drama des elisabethanischen Dramatikers, vierzig Prozent des Textes gehören dem Titelhelden, dem stets reflektierenden Bewusstseinsmenschen. Hamlet ist die größte Intellektuellenfigur der Literatur, oft nachgeahmt, immer neu gedeutet, von allen großen Schauspielern verkörpert. Hamlet, hat Harold Bloom gesagt, ist wirkliches Welttheater, besitzt eine Aura des Übernatürlichen. Keine Figur, nicht einmal Falstaff oder Kleopatra, klingt so ungebrochen mächtig nach wie Hamlet.

Mit freundlicher Unterstützung der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung

Eintritt: 10,- € / erm. 7,- €,
Kartenvorverkauf bei der Tourist-Information, Bierstraße, Tel.: 0541 / 323 2202

 

Samstag, 29. Februar 2020, 14.00 bis 16.00 Uhr
Haus der Volkshochschule, Bergstraße 8, 49074 Osnabrück

Im Rahmen der Reihe "LiteraturWerkstatt"

Wie? Ich! Gedichte? Elfchen schreiben
Ein Seminar mit Britta Habuch und Mechthild Knuf

Im Rahmen der Reihe "LiteraturWerkstatt" des Literaturbüros Westniedersachsen und der VHS Osnabrück laden wir Sie ein, sich auf das kreative Spiel mit Worten einzulassen: Ein Elfchen ist ein Gedicht aus elf Wörtern. Diese elf Wörter in einer bestimmten Anordnung bilden das Gerüst - an Inhalt ist alles möglich. In diesem Workshop dürfen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen, spielerisch mit Worten umgehen und sich selbst überraschen. Allein, zu zweit in der Gruppe. Dabei probieren wir verschiedene Methoden aus und lassen uns von unseren Assoziationen und Eindrücken von der Stadt Osnabrück inspirieren. So werden viele kleine, ganz unterschiedliche Elfchengedichte entstehen.
Britta Habuch, Theaterpädagogin, ist tätig in den Bereichen Regie, Performance, Lesung, Workshops und Mitbegründerin des Ersten Unordentlichen Zimmertheaters.
Mechthild Knuf ist Heilpraktikerin (Psychotherapie) und Erzieherin.
Bitte mitbringen: Schreibmaterial

Gebühr: 41,- €
Anmeldung bei der Volkshochschule, Tel.: 0541 / 323 2243

 

Dienstag, 3. März 2020, 19.30 Uhr
Café Spitzboden, Lagerhalle, Rolandsmauer 36


"Unter Palmen aus Stahl"
die Geschichte eines Straßenjungen, Autorenlesung mit Dominik Bloh

Dominik Bloh lebte über 10 Jahre auf der Straße, schon als Teenager geriet er dahin, wo man Deutschland von "ganz unten" betrachtet. Nun, mit Anfang 30 (Jahrgang 1988), hat er seine Geschichte aufgeschrieben, auf kleinen Zetteln, noch als Obdachloser lebend. Er erzählt in seinem Buch "Unter Palmen aus Stahl" wie es auf der Straße zugeht, wie man dort lebt und wie man es schafft, sich mit Mut und Courage herauszuarbeiten.
Dominik Bloh lebt heute in einer kleinen Wohnung in Hamburg.
Das Buch landete auf der Spiegel-Bestsellerliste, etliche Talkshoweinladungen folgten, Lesungen ohne Ende, Ruhm und Reichtum. Naja, obwohl…
Und was macht Dominik? Er gründet mit einigen Mitstreitern zusammen den Verein Hanseatic Help und engagiert sich in der Hilfe für die, denen es so geht wie ihm bis vor kurzem.
Eine Veranstaltung der Lagerhalle e.V. und des Literaturbüros Westniedersachsen in Kooperation mit der Tageswohnung und der Fachberatungsstelle für Wohnungslose der Soziale Dienste SKM GmbH

Foto (Buchtitel): frei, Ankerherz Verlag

Kartenvorverkauf / Onlineticket (reservix.de): 8,- €, Abendkasse: 10,- € / erm. 8,- €
 

 Und noch ein Hinweis für Bücherfans:

Am Samstag, 25. Januar 2020, findet im Haus der Jugend wieder ganztätig die "OSNA-BUCH" mit zahlreichen Ständen und Aktionen statt.
Gaststadt der regionalen Buchmesse ist in diesem Jahr Lingen.
Weitere Informationen hierzu im Internet.

 

 




 

 

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